Depressionen

Eine Depression ist mehr als nur eine psychische Verstimmung. Schon seit den 1960er Jahren ist bekannt, dass bei Betroffenen der Hirstoffwechsel aus dem Lot geraten ist. In ihrem Gehirn herrscht ein Mangel von Neurotransmittern wie dem Botenstoff Serotonin. Doch das ist noch nicht alles: Inzwischen haben Forscher auch nachgewiesen, dass es bei Depressionen zu Entzündungsreaktionen im Denkorgan kommen kann. Reaktionen, sie sie typischerweise nach Hirnverletzungen oder bei Erkrankungen wie Alzheimer ablaufen. (Quelle: http://www.scinexx.de)

Wie entsteht eine Depression?

Eine Depression entsteht in der Regel aus dem Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Welche Rolle erbliche und umweltbedingte Faktoren spielen, ist individuell unterschiedlich und im Einzelfall nicht leicht zu beantworten Eine genetische Veranlagung, neurobiologische Störungen sowie bestimmte Entwicklungs- und Persönlichkeitsfaktoren bilden die Basis der meisten Depressions-Erklärungsmodelle.

Die Betroffenen besitzen eine – durch verschiedene Faktoren bedingte – geringere Toleranz gegenüber seelischen, körperlichen und biografischen Belastungsfaktoren als gesunde Menschen. Diese besondere Verletzlichkeit spielt bei dem Ausbruch und der Aufrechterhaltung einer Depression eine große Rolle. Als Auslöser eine depressiven Episode wirken meist persönlich belastende Ereignisse oder Überforderungssituationen Auf diese reagieren mögliche Risikopersonen sensibler als andere Menschen. (Quelle: http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org)

Krankheitsbild

Die meisten depressiven Patienten können ihre Beschwerden anfangs nicht einordnen und sind sich nicht bewusst dass es sich um eine psychische Störung handelt. Oft gehen sie zu Beginn einer depressiven Phase mit uncharakteristischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, schlechter Laune etc. zum Arzt. Einige Betroffene schildern ihre Gemütslage meist als Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Apathie. Andere Patienten fühlen sich in depressiven Episoden deprimiert, innerlich leer oder auch gefühllos, unfähig in gewohnter, normaler Weise auf freudige oder bedrückende Ereignisse zu reagieren. Betroffene verlieren ihren Antrieb, sowie ihr Interesse und ihre Freude am Leben, sind ständig müde. Ihr Alltag ist geprägt von Energie- und Lustlosigkeit. Typisch ist dass sich die Betroffenen zu allem zwingen müssen – anfangs nur zu aufwändigeren und geliebten Tätigkeiten, später aber auch zu leichteren und angenehmen Tätigkeiten. Sie verfolgen keine Ziele mehr und vernachlässigen ihre Familie, den Beruf und sogar alltägliche Verrichtungen wie Nahrungsaufnahme und Hygiene. Die Hemmung des Antriebs kann sich auch im äußerlichen Erscheinungsbild mit einer Verlangsamung der Reaktionen, Bewegungen und Sprache bemerkbar machen. Mimik und Gestik sind starr. Im Extremfall können Betroffene nur unter großer Mühe reden oder sich bewegen. Auch das Denken und die Auffassungsgabe sind gehemmt. Kreativität, Konzentrations- und Merkfähigkeit schwinden, im Extremfall so weit, dass fälschlicher Weise eine Demenz vermutet wird.

Bei 70 bis 80% der Patienten tritt eine Depression in Verbindung mit Angstgefühlen, zum Teil bis hin zu einer Behandlungsbedürftigen Angststörung auf. Bei etwa 15% der depressiven Patienten kommt es zu psychotischen Anzeichen wie Wahnideen.

Als körperliche Beschwerden können im Rahmen einer Depression z.B. Schmerzen, Druckgefühle auf der Brust oder im Kopf, Atembeschwerden oder Schwindel auftreten, sowie Magendarm Beschwerden bis hin zur extremen Übelkeit mit Erbrechen – in manchen Fällen können diese sogar im Vordergrund stehen.

Die Heftigkeit der Symptome schwankt meistens während des Tages. Weiter können frühmorgendliches Erwachen sowie ein morgendliches Stimmungstief und eine deutlich verminderte sexuelle Lust auftreten. Vielfach wird eine Gewichtsabnahme aufgrund der Appetitlosigkeit beobachtet. (Quelle: http://www.neurologen-und-pychiater-im-netz.org.)

Therapiekonzept

Wesentliche Grundlage der Behandlung ist der Einsatz antidepressiver Medikamente, die Durchführung einer Psychotherapie oder die Kombination beider Maßnahmen. Bei leichten und mittelschweren depressiven Phasen ist Psychotherapie ebenso wirksam wie Medikamente. Bei schweren depressiven Episoden ist nach heutigen Erkenntnissen eine Kombinationstherapie wirksamer. Ob eine ambulante Behandlung möglich oder ein stationärer Aufenthalt nötig ist, ist u.a. von der Art und der Schwere der Depression sowie vom individuellen Selbstmordrisiko abhängig. Bei einer psychotischen Depression ist eine Klinikeinweisung z.B. meist unumgänglich. Die Behandlung der depressiven Erkrankung ist je nachdem in welcher Phase sich der Betroffene befindet, unterschiedlichen Zielen unterworfen:

  1. Akuttherapie
  2. Erhaltungstherapie
  3. Rezidivprophylaxe (Wiedererkrankungsvorsorge)

(Quelle: http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org)

Verlauf, Prognose und Heilungschancen

In zwei Drittel der Fälle sind die Phasen abgegrenzt durch Episoden weitestgehender Gesundheit von unterschiedlicher Dauer. Bei einem Drittel der Betroffenen tritt lediglich eine teilweise Besserung ein, maximal 15% bleiben schon nach der ersten Episode chronisch depressiv. Die meisten depressiven Episoden bilden sich allerdings – bei entsprechender Behandlung – innerhalb weniger Monate zurück, 15 bis 20% der weisen jedoch eine Dauer von mindestens 12 Monaten auf.

Die Heilungschancen nach einer einzelnen depressiven Episode sind gut. Das Rückfallrisiko nach einer ersten Episode beträgt – ohne Vorsorge – 50%, bei schweren Depressionen 75%. Ungünstig auf die Prognose wirken sich z.B. Substanzmissbrauch (Alkohol, andere Drogen), Ess-Störungen, begleitende Angst- und Zwangsstörungen sowie chronische Verläufe aus. (Quelle: http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org)

Abschließend ist zu sagen dass die Ernährungsgewohnheiten eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Oftmals sind die Nährstoffspeicher durch extremen vorangegangenem Stress so am Limit, dass sich Nahrungsergänzungsmittel positiv auf den Verlauf der Erkrankung auswirken. Meine persönlichen Erfahrungen und eine Auflistung der Nahrungsmittel die mir geholfen haben, findet ihr auf der Seite: Mein Weg hinaus.